Zustandsdiagramm: Lebenszyklus einer Reservierung

Aufgabe für ca. 30–45 Minuten: Zustände, Ereignisse, Guards, Aktionen und Endzustände modellieren.

Szenario

Im Geräteverleih beginnt eine Reservierung als „angefragt“. Wenn ein Gerät verfügbar ist, wird sie genehmigt; wenn eine Genehmigung nötig ist, wartet sie zunächst auf Freigabe. Eine genehmigte Reservierung kann abgeholt, verlängert, storniert oder als überfällig markiert werden. Nach Rückgabe wird der Zustand des Geräts geprüft. Bei Schaden entsteht ein Reparaturfall, sonst wird die Reservierung abgeschlossen.

Lernziel: Du modellierst den Lebenszyklus eines einzelnen Objekts mit Zuständen, Ereignissen, Guards und Aktionen, ohne daraus ein Ablaufdiagramm zu machen.

Zeit & Ergebnis

0–5 Min.
Szenario lesen, Begriffe markieren, Annahmen notieren.
5–15 Min.
Bausteine auswählen und grobe Struktur planen.
15–35 Min.
Diagramm erstellen, Regeln/Varianten einbauen.
35–45 Min.
Selbstcheck, Begründung, kleine Korrekturen.

Abzugeben

  • Ein Zustandsdiagramm für das Objekt „Reservierung“.
  • Mindestens 7 Zustände, 10 Transitionen, 3 Guards und 3 Aktionen.
  • Kurze Erklärung, welche Ereignisse den Zustand ändern und welche Bedingungen gelten.

Diagramm-Baukasten

Klicke auf Bausteine, um sie in das Code-/Notizfeld einzufügen. Du kannst aber auch frei auf Papier, Whiteboard oder im Zeichenbereich arbeiten.

Start/EndeZustandTransitionComposite StateChoiceEntry/ExitNotiz

Variablen und Regeln

Variablen

  • Gerät verfügbar: ja/nein.
  • Genehmigungspflicht: ja/nein.
  • Reservierung: angefragt, wartend, genehmigt, abgeholt, verlängert, überfällig, zurückgegeben, abgeschlossen, storniert.
  • Rückgabeprüfung: beschädigt oder in Ordnung.
  • Zeitregel: überfällig, wenn Rückgabezeit überschritten.

Regeln

  1. Zustände beschreiben eine stabile Situation eines Objekts, z. B. „Genehmigt“, nicht eine Tätigkeit wie „prüfen“.
  2. Transitionen werden durch Ereignisse ausgelöst und können Guards sowie Aktionen enthalten.
  3. Guards sind Bedingungen in eckigen Klammern.
  4. Aktionen nach dem Slash werden beim Übergang ausgeführt.
  5. Ein Zustandsdiagramm betrachtet ein Objekt, nicht den gesamten Geschäftsprozess mit mehreren Verantwortlichen.

Arbeitsauftrag

  1. Definiere das betrachtete Objekt: genau eine Reservierung.
  2. Sammle stabile Zustände aus dem Szenario.
  3. Formuliere Ereignisse, die Zustandswechsel auslösen, z. B. „freigeben“, „abholen“, „stornieren“.
  4. Ergänze Guards für Verfügbarkeit, Genehmigungspflicht und Schaden.
  5. Ergänze Aktionen wie „Benachrichtigung senden“ oder „Reparaturfall anlegen“.
  6. Prüfe, ob jeder Zustand erreichbar ist und ob es sinnvolle Endzustände gibt.

Arbeitsfläche

Strukturhilfe

Selbstcheck

Diagramm-Entwurf / Code / Notizen

Begründung: wichtigste Modellierungsentscheidungen

Skizzenfläche

Nutze diesen Bereich im Ausdruck für dein Diagramm oder übertrage deine digitale Zeichnung hierhin.

Bewertungsraster

KriteriumErwartungPunkte
LebenszyklusZustände und Endzustände bilden den Objektlebenslauf ab.10
TransitionenEreignisse, Guards und Aktionen sind korrekt formuliert.10
FachregelnGenehmigung, Überfälligkeit und Schaden sind berücksichtigt.10
AbgrenzungKein Aktivitätsdiagramm: Fokus bleibt auf Objektzuständen.5