Modul B · Lernfeld 2 – Klausurlernzettel

Arbeitsplätze nach Kundenwunsch ausstatten. Ausführliches Lernskript zu LE01–LE10: Grundlagen verstehen, Begriffe unterscheiden, Rechenwege trainieren und typische Klausurfälle systematisch lösen.

LERNZIEL

Mit diesem Lernzettel klausurfähig werden

Lies ein Thema zunächst vollständig. Hake es erst ab, wenn du es ohne Text erklären und auf ein Beispiel anwenden kannst. Bei Rechenthemen musst du zusätzlich den Rechenweg ohne Vorlage beherrschen. Nutze anschließend „Prüfungsfallen“ und den Selbsttest.

BegriffeLasten-/Pflichtenheft, Software-/Lizenzarten, Dateisystem/Partition, Leistung/Energie, DB/Gewinn sauber trennen.
RechnenDatenmengen, Übertragungszeit, Energie, USV, Bezugspreis, Nutzwert, Verkaufskalkulation, Nachkalkulation.
FälleKundenanforderung, Angebotsentscheidung, Vertragsstörung, Netzwerkfehler, Rechte-/Backup-/Abnahmefall begründen.

Lernfortschritt

0 %

Ziel: Nicht „gelesen“, sondern „erklärt + angewendet“.

Der komplette Kundenauftrag als Lernpfad

Die zehn Lerneinheiten bilden eine berufliche Handlung von der ersten Kundenfrage bis zur Auswertung ab. In Klausuren können Inhalte miteinander kombiniert werden: z. B. Anforderung → Produktauswahl → Angebotsvergleich → Kalkulation → Installation → Abnahme.

Was besonders sicher sitzen sollte

Sehr rechenrelevantBit/Byte, Übertragungszeit, Energie/Kosten, USV, Bezugspreis, Nutzwertanalyse, Vorwärts-/Rückwärtskalkulation, Nachkalkulation.
Sehr fallrelevantAnforderungen, Muss/Soll/Kann, Mängelrechte, Rügepflicht, Lieferungsverzug, Netzwerkdiagnose, Berechtigungen, Backup/Restore, Abnahme.
Sehr begriffsrelevantLasten-/Pflichtenheft, BIOS/UEFI, GPT/Dateisysteme, SaaS/DaaS, Lizenztypen, TCO, W/Wh/kWh, W/VA, DB/Gewinn.
LE01

LE01 – Kundenbedarf, Anforderungen & Normen

Am Anfang eines IT-Auftrags steht nicht die Hardware, sondern die Frage, was der Kunde tatsächlich erreichen muss. In Klausuren wird häufig geprüft, ob Wünsche in klare Anforderungen übersetzt und geeignete Nachweise oder Kriterien daraus abgeleitet werden können.

THEMA 1

Kundenbedarf systematisch ermitteln

Ein Kundenwunsch wie „Der PC soll schnell sein“ ist noch keine brauchbare Anforderung. Zuerst wird geklärt, wer den Arbeitsplatz nutzt, welche Aufgaben erledigt werden, welche Software benötigt wird, welche vorhandene Infrastruktur weiterverwendet werden muss und welche Randbedingungen gelten. Sinnvolle Fragen betreffen beispielsweise Anzahl der Arbeitsplätze, Programme, Datenmengen, Mobilität, Bildschirmanzahl, Anschlüsse, Sicherheitsbedarf, Barrierefreiheit, Budget, Liefertermin und geplante Nutzungsdauer. Prüfungslogik: Aus einer unklaren Aussage wird eine überprüfbare Anforderung. Aus „großer Bildschirm“ kann zum Beispiel „mindestens 27 Zoll, Auflösung mindestens 2560×1440, höhenverstellbar und mit VESA-Aufnahme“ werden. Erst dann können Angebote objektiv geprüft werden.
Prüfungs-Merksatz: Ein guter Anforderungssatz ist eindeutig, messbar und später testbar.
Typische Falle: Nicht vorschnell Produkte nennen. Erst Bedarf und Randbedingungen klären.
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Erkläre Kundenbedarf systematisch ermitteln ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 2

Funktionale und nichtfunktionale Anforderungen

Funktionale Anforderungen beschreiben, was ein System können muss: z. B. „Der Arbeitsplatz muss zwei externe Monitore ansteuern“, „Die Fachsoftware muss laufen“ oder „Drucken über den Netzwerkdrucker muss möglich sein“. Nichtfunktionale Anforderungen beschreiben Eigenschaften und Qualitätsziele: z. B. Leistung, Ergonomie, Energieverbrauch, Verfügbarkeit, Sicherheit, Lautstärke oder maximale Kosten. In einer Fallaufgabe kann dieselbe Kundenäußerung mehrere Anforderungen enthalten. „Der Mitarbeiter soll auch im Homeoffice leise und ohne Docking-Chaos arbeiten können“ berührt Mobilität, Geräuschentwicklung, Anschlusskonzept und eventuell Dockingstation/USB-C.
Prüfungs-Merksatz: Funktional = Fähigkeit/Funktion. Nichtfunktional = Qualität oder Randbedingung.
Typische Falle: „Schnell“ oder „gut“ ohne Messgröße ist keine sauber formulierte Anforderung.
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Erkläre Funktionale und nichtfunktionale Anforderungen ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 3

Muss-, Soll- und Kann-Anforderungen

Mit einer Priorisierung wird festgelegt, welche Anforderungen unverzichtbar sind. Muss bedeutet: Ohne Erfüllung scheidet eine Lösung aus. Soll ist wichtig und soll möglichst erfüllt werden. Kann ist ein zusätzlicher Nutzen, aber nicht entscheidend. Diese Einteilung ist besonders wichtig für Angebotsvergleiche. Ein Anbieter kann einen hohen Punktwert in einer Nutzwertanalyse erreichen und trotzdem ungeeignet sein, wenn ein Muss-Kriterium verletzt wird. Ausschlusskriterien werden daher vor der Punktebewertung geprüft.
Prüfungs-Merksatz: Muss-Kriterien zuerst prüfen, erst danach bewerten und gewichten.
Typische Falle: Ein Muss-Kriterium darf nicht durch viele gute Kann-Kriterien „ausgeglichen“ werden.
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Erkläre Muss-, Soll- und Kann-Anforderungen ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 4

Lastenheft und Pflichtenheft

Das Lastenheft beschreibt aus Sicht des Auftraggebers, was erreicht werden soll und welche Anforderungen sowie Rahmenbedingungen bestehen. Das Pflichtenheft beschreibt aus Sicht des Auftragnehmers, wie diese Anforderungen konkret umgesetzt werden. Beispiel: Lastenheft: „Zwölf Arbeitsplätze müssen zwei Monitore betreiben können.“ Pflichtenheft: „Es werden zwölf Clients mit geeigneter Grafiklösung und jeweils zwei Display-Ausgängen sowie 24 Monitore bereitgestellt und getestet.“ Ein Pflichtenheft darf Anforderungen konkretisieren, sollte aber nicht eigenmächtig den Kundenbedarf verändern.
Prüfungs-Merksatz: Lastenheft = WAS/WARUM; Pflichtenheft = WIE/WOMIT.
Typische Falle: Nicht verwechseln, wer das Dokument fachlich prägt: Auftraggeber vs. Auftragnehmer.
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Erkläre Lastenheft und Pflichtenheft ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 5

Normen, Kennzeichnungen und Zertifikate

Kennzeichnungen und Zertifikate erfüllen unterschiedliche Zwecke. CE ist eine Herstellererklärung zur EU-Konformität und kein allgemeines Qualitätssiegel. GS ist ein freiwilliges Zeichen für geprüfte Sicherheit. RoHS betrifft die Beschränkung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten. WEEE steht im Zusammenhang mit Elektroaltgeräten und deren Entsorgung. Umwelt- und Nachhaltigkeitskriterien können unter anderem durch Blauer Engel, EPEAT, TCO Certified oder ENERGY STAR unterstützt werden. Normen wie DIN, EN und ISO schaffen technische oder organisatorische Standards. Für Bildschirmarbeitsplätze spielt beispielsweise die Normenfamilie DIN EN ISO 9241 eine Rolle. In der Klausur zählt weniger das Auswendiglernen jedes Logos als die Fähigkeit, seine Funktion einzuordnen.
Prüfungs-Merksatz: Kennzeichnung, gesetzliche Anforderung, Prüfsiegel und Umweltlabel sind nicht dasselbe.
Typische Falle: CE nicht als unabhängiges Qualitätssiegel bezeichnen.
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Erkläre Normen, Kennzeichnungen und Zertifikate ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

LE02

LE02 – Hardware, Datenmengen & Datenblätter

Hier geht es darum, Hardware nicht nur benennen, sondern anhand von Anforderungen auswählen und technische Daten sicher lesen sowie berechnen zu können.

THEMA 1

PC-Grundaufbau und Komponenten

Ein Arbeitsplatzrechner besteht aus mehreren Komponenten, die zusammenpassen müssen. Das Mainboard verbindet CPU, RAM, Massenspeicher, Erweiterungskarten und Schnittstellen. Die CPU verarbeitet Befehle, RAM hält aktuell benötigte Daten kurzfristig bereit, SSD/HDD speichern Daten dauerhaft. Eine GPU berechnet Grafikausgaben. Das Netzteil wandelt Netzspannung in benötigte Gleichspannungen um. Kühlung und Gehäuse sorgen für sichere Temperaturen und geeigneten Luftstrom. Bei Auswahlaufgaben immer die Kompatibilität prüfen: CPU-Sockel ↔ Mainboard, RAM-Generation ↔ Mainboard/CPU, Bauform ↔ Gehäuse, Netzteilleistung/Anschlüsse ↔ Komponenten und Monitoranschlüsse ↔ Displayanforderungen.
Prüfungs-Merksatz: Nicht das einzelne „beste“ Bauteil zählt, sondern ein passend dimensioniertes Gesamtsystem.
Typische Falle: Leistung ohne Kompatibilitätsprüfung ist keine vollständige Begründung.
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Erkläre PC-Grundaufbau und Komponenten ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 2

CPU verstehen und vergleichen

Wichtige CPU-Kennwerte sind Kerne, Threads, Taktfrequenz, Cache, Sockel und TDP. Mehr Kerne helfen vor allem bei parallelisierbaren Aufgaben; eine höhere Taktfrequenz allein beweist aber nicht automatisch höhere Gesamtleistung. Architektur, Generation, Cache und Anwendung spielen ebenfalls eine Rolle. Die TDP ist ein thermischer Planungskennwert und nicht einfach gleichbedeutend mit dem jederzeitigen tatsächlichen Stromverbrauch. Der Sockel legt die mechanisch/elektrische CPU-Aufnahme fest; zusätzlich muss der Chipsatz bzw. das BIOS/UEFI die CPU unterstützen.
Prüfungs-Merksatz: Bei Vergleichen mehrere Kennwerte und den Einsatzzweck betrachten.
Typische Falle: „Mehr GHz = immer schneller“ ist eine typische falsche Vereinfachung.
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Erkläre CPU verstehen und vergleichen ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 3

Arbeitsspeicher

RAM ist flüchtiger Arbeitsspeicher. Relevante Kriterien sind Kapazität, Generation (z. B. DDR4/DDR5), Geschwindigkeit, Bauform und unterstützte Bestückung. DIMM wird typischerweise in Desktop-PCs, SO-DIMM in kompakten Systemen und Notebooks eingesetzt. Zu wenig RAM führt bei speicherintensiven Anwendungen zu Auslagerung auf langsameren Massenspeicher. Überdimensionierung bringt dagegen keinen automatischen Leistungsvorteil, wenn die Anwendungen den Speicher nicht benötigen.
Prüfungs-Merksatz: Kapazität + kompatible Generation + Bauform + Plattformunterstützung prüfen.
Typische Falle: DDR-Generationen sind mechanisch/elektrisch nicht beliebig austauschbar.
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Erkläre Arbeitsspeicher ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 4

SSD, HDD, SATA und NVMe

Eine HDD speichert magnetisch auf rotierenden Scheiben: hohe Kapazität pro Euro, aber mechanisch und deutlich langsamer. Eine SSD besitzt keine beweglichen Teile und hat kurze Zugriffszeiten. SATA ist eine verbreitete Datenträgerschnittstelle; NVMe ist ein Protokoll für sehr schnelle nichtflüchtige Speicher, typischerweise über PCIe. Bei der Auswahl zählen nicht nur maximale Transferraten, sondern auch Kapazität, Zuverlässigkeit, Kosten, Bauform und realer Einsatzzweck.
Prüfungs-Merksatz: NVMe beschreibt nicht einfach nur die Form eines Laufwerks, sondern ein Speicherprotokoll.
Typische Falle: M.2 und NVMe nicht automatisch gleichsetzen; M.2 ist eine Bauform/Schnittstellenform.
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Erkläre SSD, HDD, SATA und NVMe ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 5

Partitionierung und Dateisysteme

Eine Partitionstabelle beschreibt die Aufteilung eines Datenträgers. GPT ist das moderne Partitionsschema und wird zusammen mit UEFI häufig verwendet. Ein Dateisystem organisiert Dateien und Metadaten innerhalb einer Partition. Typische Dateisysteme: NTFS unter Windows, FAT32 als weit verbreitetes kompatibles älteres Dateisystem, ext4 unter Linux und APFS unter macOS. Die Wahl hängt von Betriebssystem, Dateigrößen, Berechtigungsanforderungen und Austauschbarkeit ab.
Prüfungs-Merksatz: GPT = Partitionsschema; NTFS/FAT32/ext4/APFS = Dateisysteme.
Typische Falle: Partitionsschema und Dateisystem nicht miteinander verwechseln.
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Erkläre Partitionierung und Dateisysteme ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 6

BIOS und UEFI

BIOS bzw. heute meist UEFI initialisiert Hardware und startet den Bootprozess. Typische Einstellungen sind Bootreihenfolge, Systemzeit, Secure Boot und TPM. Secure Boot unterstützt das Starten vertrauenswürdiger signierter Bootkomponenten; TPM stellt Sicherheitsfunktionen bzw. geschützte Schlüsseloperationen bereit. Nach einer Hardwareänderung oder Betriebssysteminstallation werden Firmwarestand und relevante Einstellungen kontrolliert, aber nicht wahllos verändert.
Prüfungs-Merksatz: UEFI ist der moderne Nachfolger des klassischen BIOS.
Typische Falle: Firmwareeinstellungen nur begründet ändern; Änderungen können Boot oder Sicherheitsfunktionen beeinflussen.
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Erkläre BIOS und UEFI ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 7

Bit, Byte und Einheiten

1 Byte = 8 Bit. Übertragungsraten werden sehr häufig in bit/s angegeben, Dateigrößen dagegen oft in Byte. Genau hier entstehen viele Rechenfehler. Dezimale Größen verwenden den Faktor 1000: 1 kB = 1000 B, 1 MB = 1000 kB, 1 GB = 1000 MB. Binäre Größen verwenden den Faktor 1024: 1 KiB = 1024 B, 1 MiB = 1024 KiB, 1 GiB = 1024 MiB. Beispiel: 800 MB = 6.400 Mbit. Bei netto 100 Mbit/s dauert die Übertragung idealisiert 6.400 / 100 = 64 s.
Prüfungs-Merksatz: Vor jeder Rechnung prüfen: Bit oder Byte? Dezimal oder binär?
Typische Falle: MB und Mbit sind nicht dieselbe Einheit.
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Erkläre Bit, Byte und Einheiten ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 8

Übertragungszeit, Brutto und Netto

Grundformel: Zeit = Datenmenge / Datenrate. Beide Größen müssen in kompatiblen Einheiten vorliegen. Ist eine Leitung mit 1 Gbit/s angegeben, bedeutet das eine theoretische Bruttorate. Protokoll-Overhead, Funkbedingungen, Geräte und Speichermedien reduzieren die tatsächlich nutzbare Nettorate. Beispiel mit Wirkungsgrad: 2 GiB sollen über eine Verbindung mit 200 Mbit/s übertragen werden. Bei 80 % Nettoeffizienz sind effektiv 160 Mbit/s verfügbar. 2 GiB = 2 × 1024³ Byte × 8 Bit ≈ 17.180 Mbit. Zeit ≈ 17.180 / 160 ≈ 107,4 s.
Prüfungs-Merksatz: Erst Nutzdatenrate bestimmen, dann Zeit berechnen.
Typische Falle: Bruttorate niemals ungeprüft als reale Nutzdatenrate verwenden.
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Erkläre Übertragungszeit, Brutto und Netto ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 9

Technische Datenblätter lesen

Datenblätter liefern belastbare Spezifikationen: Prozessor, RAM-Ausbau, Speicher, Schnittstellen, Displayausgänge, Leistungsaufnahme, Abmessungen, Gewicht, Garantie und oft Umgebungsbedingungen. Englischsprachige Begriffe wie memory, storage, power consumption, operating temperature, dimensions, warranty sollten erkannt werden. In Klausuren wird häufig nicht gefragt „Was steht da?“, sondern „Erfüllt dieses Produkt die Anforderung?“. Dazu Anforderungen und Datenblatt zeilenweise gegeneinander prüfen.
Prüfungs-Merksatz: Jede Produktentscheidung mit einer konkreten Anforderung und einem Datenblattwert begründen.
Typische Falle: Marketingtexte sind weniger belastbar als technische Spezifikationen.
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Erkläre Technische Datenblätter lesen ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

LE03

LE03 – Software, Bereitstellung, Lizenzen & Urheberrecht

Softwareauswahl umfasst mehr als die Frage, welches Programm benötigt wird. Entscheidend sind Einsatzart, Bereitstellung, Lizenzrecht, Kosten und Nachweisbarkeit.

THEMA 1

Softwarekategorien

Systemsoftware stellt grundlegende Betriebsfunktionen bereit, z. B. Betriebssysteme und systemnahe Komponenten. Anwendungssoftware unterstützt konkrete Nutzeraufgaben. Standardsoftware ist für viele Anwender bzw. Branchen allgemein gedacht; Branchensoftware ist auf spezielle Geschäftsprozesse zugeschnitten. ERP, CRM oder SCM können als betriebliche Anwendungssysteme auftreten. Für die Auswahl ist wichtig, welche Geschäftsaufgabe unterstützt werden soll und welche technische Plattform erforderlich ist.
Prüfungs-Merksatz: Software nach Funktion und Einsatzzweck einordnen, nicht nur Produktnamen lernen.
Typische Falle: Standardsoftware bedeutet nicht automatisch kostenlos oder frei.
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Erkläre Softwarekategorien ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 2

Lokale Software, SaaS und DaaS

Bei lokal installierter Software liegt ein größerer Teil der Betriebsverantwortung auf dem eigenen Gerät bzw. in der eigenen IT. SaaS stellt eine Anwendung als Dienst bereit, häufig browserbasiert. DaaS stellt einen vollständigen Desktop/Arbeitsplatz als Dienst bereit. Vergleichskriterien: Internetabhängigkeit, Administration, Updateverantwortung, Datenschutz, Skalierbarkeit, laufende Kosten, Offlinefähigkeit und Abhängigkeit vom Anbieter.
Prüfungs-Merksatz: Bereitstellungsmodell und Lizenzmodell sind zwei unterschiedliche Fragen.
Typische Falle: SaaS nicht mit „kostenloser Websoftware“ gleichsetzen.
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Erkläre Lokale Software, SaaS und DaaS ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 3

Proprietär, Open Source und Freeware

Proprietäre Software wird unter vom Rechteinhaber vorgegebenen Nutzungsbedingungen verwendet; Quellcode und Veränderungsrechte sind typischerweise eingeschränkt. Open Source bedeutet, dass Quellcode verfügbar ist und die jeweilige Lizenz bestimmte Nutzungs-, Änderungs- und Weitergaberechte einräumt. Freeware bedeutet in erster Linie kostenlose Nutzung unter bestimmten Bedingungen; der Quellcode muss nicht offen sein. Entscheidend ist immer die konkrete Lizenz. „Kostenlos“ beantwortet nicht die Frage, ob kommerzielle Nutzung, Weitergabe oder Veränderung erlaubt ist.
Prüfungs-Merksatz: Open Source ≠ automatisch gemeinfrei; Freeware ≠ Open Source.
Typische Falle: Nie von Preis auf Nutzungsrechte schließen.
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Erkläre Proprietär, Open Source und Freeware ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 4

Geräte-, Benutzer- und OEM-Lizenzen

Lizenzmodelle legen fest, wer oder was zur Nutzung berechtigt ist. Eine Gerätelizenz kann an ein bestimmtes Gerät gebunden sein, eine Benutzerlizenz an eine Person. OEM-Lizenzen werden häufig zusammen mit Hardware ausgeliefert und können an diese gebunden sein. Bei zwölf Arbeitsplätzen muss deshalb nicht automatisch „zwölf Lizenzen“ die richtige Antwort sein: Es hängt vom Lizenzmodell, Nutzerkreis und Nutzungsumfang ab.
Prüfungs-Merksatz: Vor Stückzahlberechnung zuerst Lizenzmetrik identifizieren.
Typische Falle: Installationen zählen ist nicht dasselbe wie benötigte Lizenzen zählen.
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Erkläre Geräte-, Benutzer- und OEM-Lizenzen ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 5

Urheberrecht und Nutzungsrechte

Software ist urheberrechtlich geschützt. Der Erwerb einer Lizenz bedeutet grundsätzlich den Erwerb von Nutzungsrechten, nicht den Erwerb des Urheberrechts. Installation, Vervielfältigung, Weitergabe und Veränderung richten sich nach Gesetz und Lizenzbedingungen. Im Betrieb müssen Lizenzbedingungen deshalb dokumentiert und eingehalten werden. Unklare Quellen, „irgendwo vorhandene“ Schlüssel oder privat beschaffte Lizenzen sind keine saubere Lizenzstrategie.
Prüfungs-Merksatz: Lizenz = Erlaubnis zur Nutzung unter Bedingungen.
Typische Falle: „Gekauft“ bedeutet nicht automatisch uneingeschränkte Nutzung oder Weitergabe.
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Erkläre Urheberrecht und Nutzungsrechte ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 6

Lizenzverwaltung

Zur sauberen Übergabe gehören Softwareliste, Lizenzart, Zuordnung zu Geräten/Benutzern und verfügbare Nachweise. Eine Lizenzübersicht ermöglicht spätere Audits, Neuinstallationen und Ersatzbeschaffungen. Prüfungsnah ist die Frage, welche Dokumente nach einem Auftrag abgelegt werden müssen: Lizenznachweise gehören neben Konfigurations-, Test- und Garantieunterlagen dazu.
Prüfungs-Merksatz: Was nicht dokumentiert ist, lässt sich später schwer nachweisen.
Typische Falle: Produktschlüssel allein ist nicht automatisch ein vollständiger Lizenznachweis.
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Erkläre Lizenzverwaltung ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

LE04

LE04 – Ergonomie & Barrierefreiheit

Ein technisch funktionierender Arbeitsplatz kann trotzdem ungeeignet sein. Ergonomie und Barrierefreiheit werden daher als echte Anforderungen betrachtet und später bei der Übergabe geprüft.

THEMA 1

Grundprinzip ergonomischer Arbeitsplatz

Ergonomie passt Arbeitsplatz und Arbeitsmittel an den Menschen an. Ziel sind gesunde Körperhaltung, geringe unnötige Belastung, gute Wahrnehmbarkeit und effizientes Arbeiten. Bewertet werden Sitzposition, Tisch, Bildschirm, Eingabegeräte, Beleuchtung, Bewegungsraum und Arbeitsorganisation. Statt starre Einzelwerte auswendig zu lernen, sollte man die Logik beherrschen: neutrale Körperhaltung, entspannte Schultern, ausreichender Abstand, blendfreie Sicht, leicht erreichbare Arbeitsmittel und individuelle Einstellbarkeit.
Prüfungs-Merksatz: Ergonomie ist eine Systemeigenschaft des gesamten Arbeitsplatzes.
Typische Falle: Nur einen höhenverstellbaren Stuhl zu nennen reicht bei einer Gesamtbeurteilung nicht.
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Erkläre Grundprinzip ergonomischer Arbeitsplatz ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 2

Monitorposition und Sicht

Der Bildschirm wird so positioniert, dass der Kopf nicht dauerhaft stark nach oben, unten oder seitlich geneigt werden muss. Höhe, Neigung und Abstand sollen an Nutzer, Bildschirmgröße und Sehaufgabe angepasst werden. Reflexionen und direkte Blendung sind zu vermeiden. Bei mehreren Monitoren sollte der hauptsächlich genutzte Bildschirm zentral stehen. Werden beide gleich häufig genutzt, kann die Anordnung symmetrisch erfolgen.
Prüfungs-Merksatz: Position nach Nutzung und Person wählen, nicht pauschal.
Typische Falle: Ein zweiter Monitor ist kein Ergonomievorteil, wenn er dauerhaft zu verdrehter Haltung führt.
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Erkläre Monitorposition und Sicht ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 3

Tastatur, Maus und Arbeitsfläche

Eingabegeräte sollen so liegen, dass Unterarme und Hände ohne unnötige Spannung arbeiten können. Ausreichende Arbeitsfläche verhindert, dass Geräte ungünstig gestapelt oder zu weit entfernt werden. Kabel dürfen Bewegungsraum nicht einschränken oder Stolperstellen bilden. Bei dauerhaftem Notebookeinsatz sind externe Tastatur/Maus und häufig ein externer oder angehobener Bildschirm sinnvoll, weil fest verbundene Tastatur und Display sonst einen ergonomischen Zielkonflikt erzeugen.
Prüfungs-Merksatz: Notebook mobil gut, dauerhaft ohne Zubehör ergonomisch oft problematisch.
Typische Falle: Arbeitsfläche und Kabelführung gehören zur Arbeitsplatzbewertung dazu.
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Erkläre Tastatur, Maus und Arbeitsfläche ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 4

Beleuchtung und Blendung

Gute Beleuchtung ermöglicht ausreichenden Kontrast ohne starke Reflexionen auf dem Display. Fenster und Leuchten sollten nicht so angeordnet sein, dass Nutzer direkt geblendet werden oder störende Spiegelungen entstehen. In einer Arbeitsplatzbegehung werden nicht nur Geräte, sondern auch deren Position im Raum bewertet.
Prüfungs-Merksatz: Sehbedingungen sind Teil der technischen Arbeitsplatzplanung.
Typische Falle: Maximale Bildschirmhelligkeit ist keine allgemeine Ergonomielösung.
Aktiv abrufen

Erkläre Beleuchtung und Blendung ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 5

Barrierefreiheit individuell planen

Barrierefreiheit bedeutet, konkrete Einschränkungen und Arbeitsaufgaben zu berücksichtigen. Mögliche Maßnahmen sind Vergrößerung, hohe Kontraste, Screenreader, alternative Eingabegeräte, Tastaturhilfen oder geeignete Monitor-/Halterungslösungen. Wichtig ist: Nicht aufgrund einer Einschränkung pauschal eine Technik auswählen. Anforderungen gemeinsam mit der betroffenen Person bestimmen und später praktisch testen.
Prüfungs-Merksatz: Barrierefreiheit beginnt bei der Anforderungsanalyse und endet nicht bei der Installation.
Typische Falle: Keine pauschalen Annahmen über Bedürfnisse einer Person treffen.
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Erkläre Barrierefreiheit individuell planen ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 6

Arbeitsplatzbegehung

Bei einer Begehung wird der Ist-Zustand strukturiert erfasst: Platzverhältnisse, Tisch/Stuhl, Monitore, Licht, Anschlüsse, Stromversorgung, Netzwerk, Kabelwege, vorhandene Geräte und besondere Anforderungen. Auffälligkeiten werden dokumentiert und in konkrete Maßnahmen übersetzt. Das ist gleichzeitig ein gutes Prüfungsprinzip: Beobachtung → Risiko/Abweichung → Maßnahme → Nachweis.
Prüfungs-Merksatz: Nicht nur Mängel nennen, sondern eine konkrete Verbesserung formulieren.
Typische Falle: Eine Checkliste ersetzt nicht die Begründung, warum etwas problematisch ist.
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Erkläre Arbeitsplatzbegehung ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

LE05

LE05 – Energie, Nachhaltigkeit, TCO & USV

Dieser Block verbindet Technik mit Rechnen und Wirtschaftlichkeit. Besonders wichtig sind die saubere Trennung von Leistung und Energie sowie die Dimensionierung einer USV.

THEMA 1

Leistung und Energie

Leistung P wird in Watt (W) angegeben und beschreibt die momentane Leistungsaufnahme. Energie E wird z. B. in Wh oder kWh angegeben und berücksichtigt zusätzlich die Zeit. Formel: E = P × t. Bei P in kW und t in Stunden erhält man kWh. Beispiel: Ein Arbeitsplatz benötigt im Betrieb 120 W = 0,12 kW und läuft 8 h. Energie: 0,12 × 8 = 0,96 kWh pro Arbeitstag.
Prüfungs-Merksatz: Watt = Leistung; kWh = Energie.
Typische Falle: W und kWh niemals als gleichartige Größen behandeln.
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Erkläre Leistung und Energie ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 2

Jahresverbrauch und Energiekosten

Ein realistisches Nutzungsprofil unterscheidet Betrieb, Bereitschaft/Standby und ausgeschaltete Zeiten. Für jeden Zustand wird Leistung × Zeit berechnet und anschließend addiert. Beispiel: 120 W für 8 h, 8 W für 2 h und 1 W für 14 h: 0,96 + 0,016 + 0,014 = 0,99 kWh/Tag. Bei 220 Arbeitstagen: 217,8 kWh/Jahr. Bei 0,35 €/kWh: ca. 76,23 €/Jahr. Bei mehreren Arbeitsplätzen wird mit der Stückzahl multipliziert.
Prüfungs-Merksatz: Nutzungsdauer und Stückzahl gehören in die Rechnung.
Typische Falle: Nur die Nennleistung des Netzteils zu verwenden ist kein Energieverbrauchsnachweis.
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Erkläre Jahresverbrauch und Energiekosten ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 3

Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit

Ein energieeffizientes Gerät benötigt für dieselbe Aufgabe weniger Energie. Wirtschaftlichkeit betrachtet zusätzlich Anschaffung, Betrieb, Wartung und Nutzungsdauer. Ein teureres Gerät kann über mehrere Jahre trotzdem günstiger sein. Deshalb dürfen Energieeffizienz und niedrigster Kaufpreis nicht verwechselt werden.
Prüfungs-Merksatz: Technisch effizient ≠ automatisch wirtschaftlich günstig; Gesamtkosten prüfen.
Typische Falle: Nur Anschaffungspreise zu vergleichen kann langfristig zu einer falschen Entscheidung führen.
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Erkläre Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 4

Total Cost of Ownership (TCO)

TCO fasst die Kosten über die Nutzungsdauer zusammen. Dazu können Anschaffung, Energie, Wartung, Support, Lizenzen, Ausfallzeiten, Zubehör und Entsorgung zählen. Vereinfachtes Schema: TCO = Anschaffung + laufende Kosten über Nutzungsdauer + sonstige betriebsbedingte Kosten. Bei zwei Angeboten sollte der Betrachtungszeitraum gleich sein. Ein höherer Kaufpreis kann durch geringere Energie- oder Wartungskosten ausgeglichen werden.
Prüfungs-Merksatz: Immer denselben Zeitraum und dieselben Kostenarten vergleichen.
Typische Falle: TCO ist nicht nur „Kaufpreis + Strom“; je nach Aufgabe weitere relevante Kosten einbeziehen.
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Erkläre Total Cost of Ownership (TCO) ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 5

Nachhaltigkeit und Lebenszyklus

Nachhaltigkeit umfasst Herstellung/Beschaffung, Nutzungsphase, Wartung/Reparatur, Wiederverwendung und Entsorgung. Relevant sind Energieverbrauch, Reparierbarkeit, Lebensdauer, Materialeinsatz, Schadstoffe, Verpackung und Rücknahmemöglichkeiten. Bei Altgeräten kommt Datenschutz hinzu: Datenträger dürfen nicht mit vertraulichen Informationen ungeprüft weitergegeben oder entsorgt werden.
Prüfungs-Merksatz: Lebensdauerverlängerung kann ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll sein.
Typische Falle: Entsorgung ohne sichere Behandlung von Datenträgern ist ein Datenschutzrisiko.
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Erkläre Nachhaltigkeit und Lebenszyklus ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 6

USV-Grundidee und Klassen

Eine USV überbrückt Stromausfälle und kann je nach Bauart Netzprobleme abfangen. Die Klassen nach dem im Unterricht verwendeten Schema sind: VFD (Offline): Ausgang hängt im Normalbetrieb von Spannung und Frequenz des Netzes ab; einfache und günstige Lösung. VI (Line-Interactive): Spannung wird stärker geregelt, Frequenz bleibt netzabhängig. VFI (Online): Ausgangsspannung und -frequenz sind weitgehend vom Eingang entkoppelt; höchste Schutzwirkung, aber aufwendiger. Die richtige Klasse hängt vom Schutzbedarf und der Kritikalität ab.
Prüfungs-Merksatz: USV nicht nur nach Wattzahl auswählen; Schutzklasse und Laufzeit zählen ebenfalls.
Typische Falle: Eine USV ersetzt keine Datensicherung.
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Erkläre USV-Grundidee und Klassen ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 7

Wirkleistung, Scheinleistung und Leistungsfaktor

Geräte benötigen eine Wirkleistung P in Watt. USV-Geräte werden häufig zusätzlich mit Scheinleistung S in VA angegeben. Vereinfachter Zusammenhang: P = S × cos φ, also S = P / cos φ. Beispiel: Last 480 W, Leistungsfaktor 0,8. S = 480 / 0,8 = 600 VA. Eine USV mit nur 500 VA wäre zu klein, selbst wenn eine andere Angabe auf den ersten Blick passend wirkt.
Prüfungs-Merksatz: Bei USV-Aufgaben Watt und VA getrennt prüfen.
Typische Falle: Nicht einfach 600 W = 600 VA setzen, wenn ein Leistungsfaktor gegeben ist.
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Erkläre Wirkleistung, Scheinleistung und Leistungsfaktor ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 8

USV-Laufzeit und Kapazität

Für einfache Klausurrechnungen kann die Energie der Batterie näherungsweise aus U × Ah = Wh ermittelt werden. Wegen Verlusten wird ein Wirkungsgrad berücksichtigt. Näherung: nutzbare Energie = U × Ah × η; Laufzeit in Stunden = nutzbare Energie / Lastleistung. Beispiel: 24 V, 18 Ah, η = 0,8, Last 240 W. Energie = 24×18×0,8 = 345,6 Wh. Laufzeit = 345,6/240 = 1,44 h = 86,4 min. In realen USV-Systemen ist das Entladeverhalten komplexer; in der Klausur gilt das vorgegebene Rechenmodell.
Prüfungs-Merksatz: Bei Minutenangaben Stunden × 60 rechnen.
Typische Falle: Wirkungsgrad nicht vergessen, wenn er in der Aufgabe angegeben ist.
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Erkläre USV-Laufzeit und Kapazität ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

LE06

LE06 – Beschaffung, Angebotsvergleich & Nutzwertanalyse

In der Beschaffung müssen Angebote nicht nur billig, sondern anforderungsgerecht und nachvollziehbar vergleichbar sein.

THEMA 1

Beschaffungsprozess

Typischer Ablauf: Bedarf feststellen → Anforderungen festlegen → Anfrage/Ausschreibung → Angebote erhalten → formale und technische Prüfung → quantitativer/qualitativer Vergleich → Entscheidung → Bestellung → Wareneingang und Prüfung. Wichtig ist die Trennung zwischen Anfrage und späterem Vertrag. Eine Anfrage dient zunächst der Informations- bzw. Angebotsbeschaffung.
Prüfungs-Merksatz: Vor dem Preisvergleich technische Mindestanforderungen prüfen.
Typische Falle: Ein günstiges Angebot ist wertlos, wenn es die Muss-Anforderungen nicht erfüllt.
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Erkläre Beschaffungsprozess ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 2

Bezugspreisermittlung

Für einen fairen Preisvergleich wird nicht der Listenpreis, sondern der tatsächliche Bezugspreis verglichen. Schema: Listeneinkaufspreis − Liefererrabatt = Zieleinkaufspreis − Lieferskonto = Bareinkaufspreis + Bezugskosten = Bezugspreis Beispiel: Listenpreis 10.000 €, 10 % Rabatt → 9.000 €. 2 % Skonto auf 9.000 € → 180 €, Bareinkaufspreis 8.820 €. + 250 € Fracht = 9.070 € Bezugspreis.
Prüfungs-Merksatz: Rabatt zuerst, Skonto danach, Bezugskosten zuletzt addieren.
Typische Falle: Skonto wird nicht vom ursprünglichen Listenpreis berechnet.
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Erkläre Bezugspreisermittlung ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 3

Quantitativer Angebotsvergleich

Quantitativ bedeutet messbar und meist direkt in Geld ausdrückbar. Neben Bezugspreis können – wenn die Aufgabe es verlangt – Folgekosten, Lieferkosten oder laufende Kosten berücksichtigt werden. Alle Angebote müssen mit denselben Annahmen gerechnet werden. Erst dadurch ist der Vergleich nachvollziehbar.
Prüfungs-Merksatz: Rechenweg tabellarisch und für alle Anbieter gleich aufbauen.
Typische Falle: Nicht verschiedene Bezugsgrößen vermischen.
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Erkläre Quantitativer Angebotsvergleich ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 4

Qualitativer Angebotsvergleich

Qualitative Kriterien sind z. B. technische Eignung, Qualität, Lieferzeit, Service, Garantie, Support, Nachhaltigkeit oder Erfahrungswerte. Sie werden nicht nur über Euro bewertet. Vor der Bewertung wird geklärt, welche Kriterien Muss-Kriterien und welche gewichtete Auswahlkriterien sind.
Prüfungs-Merksatz: Qualitativ heißt nicht „beliebig subjektiv“; Kriterien und Bewertungsmaßstab vorher festlegen.
Typische Falle: Preis und Qualität nicht doppelt oder widersprüchlich bewerten.
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Erkläre Qualitativer Angebotsvergleich ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 5

Nutzwertanalyse

Bei der Nutzwertanalyse werden Kriterien gewichtet und Angebote mit Punkten bewertet. Vorgehen: 1. Muss-Kriterien prüfen. 2. Auswahlkriterien festlegen. 3. Gewichte festlegen; Summe typischerweise 100 %. 4. Einheitliche Punkteskala verwenden. 5. Teilnutzwert = Gewicht × Punktzahl. 6. Teilnutzwerte addieren. 7. Ergebnis plausibilisieren. Beispiel: Preis 40 %, Technik 35 %, Service 25 %. Angebot A erhält 8/10, 9/10, 6/10. Gewichtete Punkte: 3,2 + 3,15 + 1,5 = 7,85 von 10.
Prüfungs-Merksatz: Gewichte zuerst begründen, dann bewerten.
Typische Falle: Ein hoher Nutzwert darf keine nicht erfüllte Muss-Anforderung heilen.
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Erkläre Nutzwertanalyse ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 6

Entscheidung begründen

Die beste Entscheidung verbindet quantitative und qualitative Ergebnisse. Eine saubere Begründung nennt nicht nur den Sieger, sondern die entscheidenden Kriterien, eventuelle Mehrkosten und den Nutzen. Beispiel: „Angebot B ist 320 € teurer, erfüllt jedoch die geforderte Lieferfrist und bietet fünf Jahre Vor-Ort-Service. Da Liefertermin und Service hoch gewichtet sind, erreicht B den höchsten Nutzwert.“
Prüfungs-Merksatz: Ergebnis in ganzen Sätzen auf Auftrag und Anforderungen zurückführen.
Typische Falle: Nicht nur „höchste Punktzahl“ schreiben, wenn eine fachliche Begründung verlangt ist.
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Erkläre Entscheidung begründen ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

LE07

LE07 – Kalkulation, Deckungsbeitrag & Finanzierung

Dieser Bereich ist stark rechenorientiert. Entscheidend sind die Reihenfolge der Kalkulationsstufen und der korrekte Umgang mit Prozenten „im Hundert“ bei Skonto und Rabatt.

THEMA 1

Vom Bezugspreis zu den Selbstkosten

Ausgangspunkt ist der Bezugspreis der beschafften Ware. Hinzu kommen betriebliche Kosten bzw. Arbeitsleistungen nach dem in der Aufgabe vorgegebenen Kalkulationsschema. Daraus entstehen die Selbstkosten: der Betrag, den der Auftrag das Unternehmen tatsächlich kostet, bevor Gewinn berücksichtigt wird. In Aufgaben immer exakt das vorgegebene Schema verwenden, da Zuschlagsarten unterschiedlich definiert sein können.
Prüfungs-Merksatz: Selbstkosten enthalten noch keinen Gewinn.
Typische Falle: Nicht Einkaufspreis und Selbstkosten gleichsetzen.
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Erkläre Vom Bezugspreis zu den Selbstkosten ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 2

Vorwärtskalkulation

Ein typisches Verkaufskalkulationsschema lautet: Selbstkosten + Gewinn = Barverkaufspreis + Kundenskonto = Zielverkaufspreis + Kundenrabatt = Listenverkaufspreis. Der kritische Punkt: Skonto und Rabatt werden beim Aufschlag häufig im Hundert gerechnet, weil der Ziel- bzw. Listenverkaufspreis bereits 100 % einschließlich des späteren Abzugs darstellt. Beispiel: Barverkaufspreis 9.800 €, 2 % Kundenskonto. Der Barverkaufspreis entspricht 98 %. Zielverkaufspreis = 9.800 / 0,98 = 10.000 €. Bei 10 % Rabatt entspricht der Zielverkaufspreis 90 %. Listenverkaufspreis = 10.000 / 0,90 = 11.111,11 €.
Prüfungs-Merksatz: Bei rückwärts enthaltenem Skonto/Rabatt durch Restprozentsatz teilen.
Typische Falle: 2 % auf 9.800 € einfach aufzuschlagen ergibt nicht denselben Zielpreis.
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Erkläre Vorwärtskalkulation ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 3

Rückwärtskalkulation

Bei der Rückwärtskalkulation ist ein Markt- oder Listenverkaufspreis vorgegeben und es wird rückwärts ermittelt, welche Kosten bzw. welcher Einkaufspreis noch tragbar sind. Dazu wird das Kalkulationsschema von unten nach oben durchlaufen. Rabatte und Skonti werden nun abgezogen bzw. in ihre Basis zurückgerechnet, danach Gewinn und Kostenbestandteile. Die Aufgabe prüft häufig, ob die Reihenfolge verstanden wurde – nicht nur Prozentrechnung.
Prüfungs-Merksatz: Schema zuerst hinschreiben und bekannte Größe markieren.
Typische Falle: Nicht einzelne Prozentwerte wahllos vom Endpreis abziehen.
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Erkläre Rückwärtskalkulation ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 4

Differenzkalkulation

Sind Einstands-/Kostenwerte und möglicher Verkaufspreis teilweise gegeben, wird die Differenz zwischen beiden Seiten auf die unbekannten Kalkulationsbestandteile verteilt bzw. die verbleibende Marge ermittelt. Typische Frage: Welcher Gewinn ist bei einem fest vorgegebenen Listenverkaufspreis noch möglich?
Prüfungs-Merksatz: Alle bekannten Abzüge/Zuschläge sauber auf ihre jeweilige Bezugsgröße anwenden.
Typische Falle: Prozentpunkte nicht mit Eurobeträgen verwechseln.
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Erkläre Differenzkalkulation ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 5

Vor- und Nachkalkulation

Die Vorkalkulation plant Kosten und Erlöse vor dem Auftrag. Die Nachkalkulation verwendet Ist-Werte nach der Durchführung. Verglichen werden z. B. Materialkosten, Arbeitszeit, Fahrtkosten oder andere Aufwendungen. Abweichung = Ist − Soll. Positive Kostenabweichungen bedeuten Mehrkosten. Danach wird die Ursache analysiert: falsche Mengenannahme, längere Arbeitszeit, ungeplante Fahrt, Preisänderung usw. Ziel ist nicht nur festzustellen, dass ein Auftrag schlechter lief, sondern zukünftige Kalkulationen zu verbessern.
Prüfungs-Merksatz: Nachkalkulation = Lernen aus echten Auftragsdaten.
Typische Falle: Eine Abweichung ohne Ursachenanalyse ist unvollständig.
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Erkläre Vor- und Nachkalkulation ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 6

Deckungsbeitrag und Gewinn

Der Deckungsbeitrag zeigt, welcher Betrag nach Abzug variabler Kosten zur Deckung fixer Kosten und anschließend zum Gewinn beiträgt. DB = Erlös − variable Kosten. Gewinn vereinfacht: Gewinn = Summe Deckungsbeiträge − Fixkosten. Beispiel: Erlös 12.000 €, variable Kosten 8.000 € → DB 4.000 €. Sind dem Auftrag/Zeitraum 2.500 € Fixkosten zuzurechnen, verbleiben 1.500 € Gewinn.
Prüfungs-Merksatz: Deckungsbeitrag und Gewinn sind nicht dasselbe.
Typische Falle: Fixkosten gehören nicht in die erste DB-Formel.
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Erkläre Deckungsbeitrag und Gewinn ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 7

Finanzierungsformen

Barkauf: sofortige Zahlung, Eigentum direkt, hoher Kapitalbedarf. Kredit: Eigentum wird erworben, Finanzierung verursacht Zinsen und Rückzahlungsverpflichtungen. Leasing: Nutzung gegen Raten; Vertragsbedingungen, Restwerte und Rückgabe beachten. Miete: Nutzung gegen laufendes Entgelt, oft hohe Flexibilität und kein Eigentumserwerb. Verglichen werden Gesamtkosten, Liquidität, Flexibilität, Nutzungsdauer, Risiko und Eigentumswunsch.
Prüfungs-Merksatz: Nicht nur Monatsrate vergleichen, sondern Gesamtkosten und Vertragswirkung.
Typische Falle: Leasing ist nicht automatisch günstiger als Kauf.
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Erkläre Finanzierungsformen ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

LE08

LE08 – Kaufvertrag & Vertragsstörungen

Hier werden Fälle nach einem festen Schema gelöst. Erst Störung bestimmen, dann Voraussetzungen prüfen, anschließend Rechte in korrekter Reihenfolge anwenden und wirtschaftlich sinnvolles Vorgehen begründen.

THEMA 1

Zustandekommen des Kaufvertrags

Ein Kaufvertrag entsteht durch zwei übereinstimmende Willenserklärungen: Antrag (Angebot) und Annahme. Lieferung und Zahlung erfüllen später den bereits geschlossenen Vertrag. Weicht die Annahme in wesentlichen Punkten vom Antrag ab, kann sie rechtlich als neuer Antrag zu beurteilen sein. Für Klausurfälle ist deshalb zu prüfen, ob Inhalt, Menge, Preis oder Termin übereinstimmen.
Prüfungs-Merksatz: Vertragsschluss und Vertragserfüllung sind zwei verschiedene Phasen.
Typische Falle: Eine abweichende Auftragsbestätigung nicht automatisch als unveränderte Annahme behandeln.
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Erkläre Zustandekommen des Kaufvertrags ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 2

Pflichten von Verkäufer und Käufer

Der Verkäufer schuldet insbesondere Übergabe, Eigentumsverschaffung sowie eine Sache frei von Sach- und Rechtsmängeln. Der Käufer schuldet Zahlung des vereinbarten Kaufpreises und Abnahme der ordnungsgemäß angebotenen Ware. Wird eine Pflicht nicht, zu spät oder mangelhaft erfüllt, kann eine Vertragsstörung vorliegen.
Prüfungs-Merksatz: Störung immer aus der verletzten Vertragspflicht ableiten.
Typische Falle: KONTURA kann je nach Fall Käufer oder Verkäufer sein – Rolle beachten.
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Erkläre Pflichten von Verkäufer und Käufer ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 3

Vier typische Vertragsstörungen

Im Unterricht werden vier Grundfälle unterschieden: 1. Mangelhafte Lieferung – Ware ist nicht vertragsgemäß. 2. Lieferungsverzug – Verkäufer liefert zu spät. 3. Zahlungsverzug – Käufer zahlt zu spät. 4. Annahmeverzug – Käufer nimmt ordnungsgemäß angebotene Ware nicht an. In Fallaufgaben zuerst exakt zuordnen; Rechte und Voraussetzungen unterscheiden sich.
Prüfungs-Merksatz: Erst Störung bestimmen, dann Rechtsfolge.
Typische Falle: Nicht jede verspätete Handlung automatisch als Lieferungsverzug behandeln.
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Erkläre Vier typische Vertragsstörungen ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 4

Sachmangel: Schlecht-, Falsch- und Minderlieferung

Eine fehlerhafte Sache ist eine Schlechtleistung. Wird eine andere als die vereinbarte Sache geliefert, liegt eine Falschlieferung vor. Wird zu wenig geliefert, ist dies eine Minderlieferung. Im Unterricht werden alle drei als mangelhafte Lieferung behandelt. Beispiele: Monitor mit Defekt; DDR4 statt bestelltem DDR5; zehn statt zwölf Monitore.
Prüfungs-Merksatz: Wareneingang auf Qualität, Identität und Menge prüfen.
Typische Falle: Minderlieferung nicht bloß als organisatorisches Problem abtun.
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Erkläre Sachmangel: Schlecht-, Falsch- und Minderlieferung ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 5

Rangfolge der Mängelrechte

Prüfungsschema nach den Unterlagen: 1. Nacherfüllung: Nachbesserung oder Ersatz-/Nachlieferung. 2. Nach erfolgloser angemessener Frist: Rücktritt oder Minderung. 3. Schadensersatz kann je nach Voraussetzungen zusätzlich oder statt der Leistung in Betracht kommen. Der zentrale Klausurpunkt ist die Reihenfolge. Ein sofortiger Rücktritt ohne die erforderliche Chance zur Nacherfüllung ist typischerweise falsch.
Prüfungs-Merksatz: Nacherfüllung hat grundsätzlich Vorrang.
Typische Falle: Nicht sofort Rücktritt/Minderung wählen, nur weil der Mangel klar ist.
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Erkläre Rangfolge der Mängelrechte ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 6

Rügepflicht beim Handelskauf

Sind beide Seiten Kaufleute, muss die gelieferte Ware unverzüglich untersucht werden. Erkennbare Mängel werden unverzüglich gerügt; versteckte Mängel unverzüglich nach Entdeckung. Wird die Rügepflicht versäumt, droht der Verlust der Mängelrechte. Für die Praxis folgt daraus: Wareneingang organisieren, Verpackungen nicht wochenlang ungeprüft lagern, Menge/Typ/erkennbare Schäden dokumentieren und Mängel nachweisbar melden.
Prüfungs-Merksatz: „Unverzüglich“ = ohne schuldhaftes Zögern.
Typische Falle: Wareneingang nicht nur quittieren, sondern prüfen.
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Erkläre Rügepflicht beim Handelskauf ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 7

Lieferungsverzug

Nach den Unterrichtsunterlagen werden geprüft: 1. Leistung ist fällig und nicht erbracht. 2. Mahnung liegt vor – oder ein kalendermäßig bestimmter Termin macht sie entbehrlich. 3. Verkäufer hat Verzögerung zu vertreten. Mögliche Rechte: weiter Lieferung verlangen und Verzugsschäden geltend machen; angemessene Nachfrist setzen und danach ggf. zurücktreten bzw. Schadensersatz statt der Leistung verlangen. Prüfungstaugliche Formulierung: „Wir setzen Ihnen eine Nachfrist bis zum … zur vollständigen Lieferung.“
Prüfungs-Merksatz: Fester kalendermäßiger Termin kann Mahnung ersetzen.
Typische Falle: Telefonische Nachfrage nicht mit klarer schriftlicher Fristsetzung verwechseln.
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Erkläre Lieferungsverzug ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 8

Zahlungs- und Annahmeverzug

Beim Zahlungsverzug erfüllt der Käufer seine fällige Zahlungspflicht nicht. Im B2B-Bereich können Verzugszinsen und weitere Kosten relevant werden. Beim Annahmeverzug nimmt der Käufer eine ordnungsgemäß angebotene Leistung nicht an; dadurch können z. B. Lager- oder Mehraufwendungen entstehen. In Klausuren meist wichtiger als konkrete Zinshöhen: Störung korrekt erkennen und Folgen systematisch zuordnen.
Prüfungs-Merksatz: Rolle des Kunden/Lieferanten im Fall genau lesen.
Typische Falle: Zahlungsverzug ist keine mangelhafte Lieferung.
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Erkläre Zahlungs- und Annahmeverzug ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 9

Prüfschema für Rechtsfälle

1. Welche Vertragsstörung liegt vor? 2. Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein? 3. Beim Handelskauf: wurde ordnungsgemäß untersucht und gerügt? 4. Welche Rechte bestehen und in welcher Rangfolge? 5. Welche Lösung ist wirtschaftlich sinnvoll? 6. Wie wird gehandelt und dokumentiert: schriftlich, Frist, Zugangsnachweis? Dieses Schema verhindert, dass man direkt zu einer beliebten Rechtsfolge springt.
Prüfungs-Merksatz: Im Zweifel zuerst das Prüfschema aufschreiben.
Typische Falle: Rechtlich möglich und wirtschaftlich sinnvoll sind nicht immer identisch.
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Erkläre Prüfschema für Rechtsfälle ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

LE09

LE09 – Arbeitsplatz aufbauen, konfigurieren, sichern & übergeben

Die längste Praxisstrecke verbindet Hardware, Firmware, Betriebssystem, Netzwerk, Benutzerrechte, Datensicherung, Test und Übergabe. In Klausuren werden oft Reihenfolgen, Fehlerbilder und Dokumentationspflichten abgefragt.

THEMA 1

Sichere Arbeitsreihenfolge

Die in den Unterlagen verwendete Reihenfolge ist: 1. Aufbau und Verkabelung 2. Firmware prüfen 3. Betriebssystem installieren 4. Treiber und Updates 5. Netzwerk 6. Benutzer und Rechte 7. Anwendungen 8. Prüfen und übergeben. Virenschutz und Sicherheitsmaßnahmen werden vor produktiver Nutzung eingerichtet; Datensicherung wird vor der Übergabe vollständig getestet.
Prüfungs-Merksatz: Eine nachvollziehbare Reihenfolge verhindert vergessene Sicherheits- und Prüfaufgaben.
Typische Falle: Nicht erst am Ende versuchen, das Testprotokoll aus dem Gedächtnis zu füllen.
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Erkläre Sichere Arbeitsreihenfolge ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 2

Arbeitssicherheit und ESD

Vor Arbeiten am geöffneten PC: Netzstecker ziehen, Restspannung beachten, geeigneten ESD-Schutz verwenden und störenden Schmuck ablegen. Bauteile an den Rändern anfassen und Kontakte vermeiden. Kabel nicht quetschen; Steckdosenleisten nicht überlasten oder unzulässig hintereinander schalten. ESD bedeutet elektrostatische Entladung. Sie kann empfindliche Elektronik schädigen, auch wenn der Schaden nicht sofort sichtbar wird.
Prüfungs-Merksatz: ESD-Schäden können latent sein – Schutz ist kein optionaler Komfort.
Typische Falle: „Ausgeschaltet“ ist nicht gleich „spannungsfrei“; Netzstecker ziehen.
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Erkläre Arbeitssicherheit und ESD ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 3

PC-Wartung und Inventarisierung

Bei einer Wartung werden Komponenten identifiziert, technische Daten dokumentiert, Gerät fachgerecht demontiert/gereinigt und wieder montiert. Dazu können Wärmeleitpaste und Kühler gehören. Eine professionelle Dokumentation enthält Hardwareinventar, Fotos, Arbeitsschritte, Probleme/Lösungen und Zeitaufwand. Die technischen Daten dienen später auch für Ersatzteil- und Upgradeentscheidungen.
Prüfungs-Merksatz: Wartung = Technik + Nachweis.
Typische Falle: Bei Wärmeleitpaste nicht „mehr ist besser“; fachgerecht und passend anwenden.
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Erkläre PC-Wartung und Inventarisierung ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 4

Betriebssysteminstallation

Vor der Installation werden Firmware und Bootmedium geprüft. Anschließend Partitionierung und Dateisystem festgelegt, Betriebssystem installiert, aktiviert, aktualisiert und mit passenden Treibern versehen. Im Gerätemanager sollten keine ungeklärten/unbekannten Geräte verbleiben. Danach werden Sicherheitssoftware und benötigte Anwendungen installiert und lizenziert.
Prüfungs-Merksatz: Installation ist erst abgeschlossen, wenn Treiber, Updates, Sicherheit und Lizenzierung geprüft sind.
Typische Falle: Ein bootendes Windows allein ist noch kein übergabefertiger Arbeitsplatz.
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Erkläre Betriebssysteminstallation ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 5

IPv4: vier zentrale Angaben

Für einen typischen IPv4-Client sind vier Angaben besonders relevant: IP-Adresse – eindeutige Adresse des Geräts im Netz. Subnetzmaske – trennt Netz- und Hostanteil. Standardgateway – Weg in andere Netze, typischerweise ins Internet. DNS-Server – löst Namen in IP-Adressen auf. Fehlersuche: - Kein lokaler Zugriff → IP/Subnetz prüfen. - Lokaler Server erreichbar, Internet nicht → Gateway prüfen. - Zugriff per IP funktioniert, per Name nicht → DNS prüfen.
Prüfungs-Merksatz: Fehlerbild auf die Funktion der vier Angaben zurückführen.
Typische Falle: Ein DNS-Problem verhindert nicht zwingend IP-basierte Kommunikation.
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Erkläre IPv4: vier zentrale Angaben ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 6

IPv6-Grundlagen

IPv6-Adressen haben 128 Bit und werden hexadezimal in acht Blöcken dargestellt. Führende Nullen in einem Block dürfen entfallen. Eine zusammenhängende Folge aus Nullblöcken darf einmal pro Adresse mit :: abgekürzt werden. Beispiel: 2001:0db8:0000:0000:0000:0000:0000:0001 → 2001:db8::1. Im Modul genügt vor allem: Schreibweise lesen, korrekt kürzen/erweitern, Adresse konfigurieren und Verbindung prüfen.
Prüfungs-Merksatz: :: nur einmal pro Adresse verwenden, sonst wäre die Expansion mehrdeutig.
Typische Falle: IPv4 und IPv6 können parallel aktiv sein.
Aktiv abrufen

Erkläre IPv6-Grundlagen ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 7

Domänenintegration

Durch Domänenintegration wird ein Client an einen zentralen Verzeichnisdienst angebunden. Benutzer, Gruppen und Richtlinien lassen sich zentral verwalten. Vor dem Beitritt müssen insbesondere Namensauflösung und Uhrzeit stimmen. Prüfpunkte: DNS funktioniert, Zeit ist synchron, Domänenname/Anmeldedaten stimmen, Konto befindet sich in der richtigen Gruppe, Erstanmeldung wird getestet.
Prüfungs-Merksatz: Bei Domänenproblemen zuerst DNS und Zeit prüfen.
Typische Falle: Lokale Anmeldung und Domänenanmeldung unterscheiden.
Aktiv abrufen

Erkläre Domänenintegration ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 8

Freigaben und Berechtigungen

Zugriffe können auf mehreren Ebenen geregelt werden, insbesondere Freigabeberechtigungen und Dateisystemberechtigungen. Nach dem Unterrichtsprinzip ergibt sich die tatsächliche Nutzung aus dem Zusammenspiel; die restriktivere wirksame Berechtigung begrenzt den Zugriff. Rechte besser über Gruppen statt direkt pro Benutzer vergeben. Abschließend mit einem normalen Benutzerkonto testen, nicht mit Administratorrechten.
Prüfungs-Merksatz: Gruppenbasierte Rechte sind wartbarer und besser nachvollziehbar.
Typische Falle: Admin-Test kann Berechtigungsprobleme verdecken.
Aktiv abrufen

Erkläre Freigaben und Berechtigungen ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 9

Datensicherung und Restore-Test

Eine Sicherung wird vor Produktivbetrieb eingerichtet, einmal vollständig durchgeführt und kontrolliert. Entscheidend ist die Testwiederherstellung: Erst sie zeigt, ob die Daten wirklich nutzbar zurückgespielt werden können. Bei der Übergabe muss der Kunde wissen, was gesichert wird, wie oft, wohin und welche Daten eventuell nicht umfasst sind.
Prüfungs-Merksatz: Eine ungeprüfte Sicherung ist kein verlässlicher Nachweis.
Typische Falle: Backup-Job „grün“ ersetzt den Restore-Test nicht.
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Erkläre Datensicherung und Restore-Test ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 10

Testprotokoll und Qualitätssicherung

Ein vollständiges Testprotokoll prüft mindestens Hardware/Aufbau, Firmware, Betriebssystem/Treiber/Software, Netzwerk, Benutzer/Berechtigungen, Datensicherung sowie Ergonomie/Sicherheit. Offene Punkte bekommen eine konkrete Maßnahme und einen Termin. Dokumentation während der Einrichtung spart Fehler und dient später als Nachweis gegenüber Kunde und Betrieb.
Prüfungs-Merksatz: Jeder nicht bestandene Punkt braucht Maßnahme + Verantwortlichkeit/Termin.
Typische Falle: Offene kritische Punkte nicht kommentarlos übergeben.
Aktiv abrufen

Erkläre Testprotokoll und Qualitätssicherung ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 11

Übergabe und Einweisung

Übergeben werden Hardware inkl. Seriennummern, Software/Lizenznachweise, Testprotokoll, Konfigurationsdokumentation und Garantie-/Serviceunterlagen. Eingewiesen wird u. a. in Anmeldung/Kennwortwechsel, Datenablage/Freigaben, Backup, Drucken/Scannen, Fernwartung und Supportweg. Die Einweisung ist eine eigene Leistung und muss eingeplant und dokumentiert werden.
Prüfungs-Merksatz: Übergabe bedeutet Gerät + Dokumentation + Wissenstransfer.
Typische Falle: Nicht davon ausgehen, dass der Kunde die neue Umgebung ohne Einweisung versteht.
Aktiv abrufen

Erkläre Übergabe und Einweisung ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 12

Abnahme

Mögliche Formen: ohne Vorbehalt, unter Vorbehalt mit konkret benannten Mängeln oder Verweigerung bei wesentlichen Problemen. Erkennbare Mängel gehören vor Unterschrift ins Protokoll. Die Abnahme hat rechtliche Bedeutung und markiert den Übergang vom Projekt zur Gewährleistungs-/Nachbetreuungsphase.
Prüfungs-Merksatz: Mangel immer konkret mit Maßnahme und Termin dokumentieren.
Typische Falle: Eine fehlende Kleinigkeit muss nicht automatisch die gesamte Abnahme verhindern; Bedeutung des Mangels bewerten.
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Erkläre Abnahme ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

LE10

LE10 – Auftragsabschluss, Nachkalkulation & Prüfung

Ein Auftrag endet nicht mit der technischen Übergabe. Zahlen, Dokumentation, Kundenfeedback und Reflexion liefern die Grundlage für den wirtschaftlichen Abschluss und kommende Aufträge.

THEMA 1

Kaufmännischer Abschluss

Zum Abschluss gehören Rechnung, Überwachung des Zahlungseingangs, vollständige Ablage der Auftragsdokumente und Nachkalkulation. Technische Abnahme und kaufmännischer Abschluss sind damit verschiedene Schritte. Ordentliche Ablage umfasst beispielsweise Angebot/Bestellung, Liefer- und Rechnungsunterlagen, Konfiguration, Lizenznachweise, Test- und Übergabeprotokoll.
Prüfungs-Merksatz: Ein technisch fertiger Auftrag kann kaufmännisch noch offen sein.
Typische Falle: Dokumentation nicht nach Projektende verstreut liegen lassen.
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Erkläre Kaufmännischer Abschluss ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 2

Nachkalkulation und Soll-Ist-Vergleich

Die Nachkalkulation beantwortet: Was hat der Auftrag tatsächlich gekostet und welche Abweichungen gab es gegenüber der Planung? Material, Arbeitszeit, Fahrtkosten und sonstige Aufwendungen werden mit der Vorkalkulation verglichen. Beispiel aus dem Modulprinzip: Mehrkosten können aus längerer Arbeitszeit, teurerem Material oder nicht eingeplanten Fahrten stammen. Daraus folgt eine konkrete Verbesserung der nächsten Kalkulation.
Prüfungs-Merksatz: Nicht nur Abweichung berechnen – Ursache und Konsequenz nennen.
Typische Falle: Ein Auftrag kann fachlich erfolgreich und dennoch schlecht kalkuliert sein.
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Erkläre Nachkalkulation und Soll-Ist-Vergleich ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 3

Kundenzufriedenheit

Ein kurzer Fragebogen erhöht die Rücklaufwahrscheinlichkeit. Sinnvolle Fragen betreffen Verständnis des Bedarfs, Nachvollziehbarkeit des Angebots, Termintreue, Qualität der Einweisung und Verbesserungsvorschläge. Bewertungsskalen ermöglichen Vergleich; Freitext erklärt häufig die Ursache. Feedback ist nicht nur „nett“, sondern Qualitätsmanagement und Informationsquelle für Folgeaufträge.
Prüfungs-Merksatz: Quantitative Bewertung + Freitext kombinieren.
Typische Falle: Zu lange Fragebögen reduzieren häufig die Teilnahme.
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Erkläre Kundenzufriedenheit ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 4

Reflexion und kontinuierliche Verbesserung

Reflexion betrachtet Ergebnis und Prozess: Anforderungen erfüllt? Termin/Budget eingehalten? Dokumentation vollständig? Wo entstanden Wartezeiten oder Fehler? Welche drei konkreten Dinge sollen beim nächsten Auftrag anders gemacht werden? Gute Reflexion benennt nicht nur Probleme, sondern eine veränderbare Ursache und eine Maßnahme.
Prüfungs-Merksatz: Problem → Ursache → konkrete Verbesserung.
Typische Falle: „Besser planen“ ist zu unspezifisch; Maßnahme konkretisieren.
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Erkläre Reflexion und kontinuierliche Verbesserung ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 5

Folgebedarf und Kundenbindung

Nach erfolgreichem Auftrag kennt der Dienstleister die Umgebung und der Kunde hat Vertrauen aufgebaut. Deshalb ist dies ein sinnvoller Zeitpunkt, sachlich nach Wartung, Support, weiteren Arbeitsplätzen oder anderen geplanten Vorhaben zu fragen. Das soll nicht aufdringlich sein, sondern auf festgestellten Bedarf aufbauen.
Prüfungs-Merksatz: Folgegeschäft aus echtem Kundenbedarf ableiten.
Typische Falle: Keine Zusatzleistung verkaufen, die für den Kunden keinen Nutzen hat.
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Erkläre Folgebedarf und Kundenbindung ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

THEMA 6

Prüfungsstrategie für Modul B

Die Abschlussunterlagen nennen besonders: Datenmengen/Übertragungszeit, Energie, USV, Bezugspreis, Nutzwertanalyse, Verkaufskalkulation, Nachkalkulation, Vertragsstörungen sowie Test-/Übergabe-/Abnahmeprotokolle. Eine gute Vorbereitung kombiniert drei Ebenen: 1. Begriffe sicher unterscheiden. 2. Rechenwege ohne Hilfe durchführen. 3. Fallbeispiele mit einem festen Prüfschema lösen. Beim Lernen daher nicht nur lesen: nach jedem Abschnitt eine Beispielaufgabe ohne Lösungshilfe bearbeiten.
Prüfungs-Merksatz: Rechnen + Begründen + Dokumentieren sind die drei Kernkompetenzen.
Typische Falle: Nur Definitionen auswendig zu lernen reicht für Anwendungsaufgaben nicht.
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Erkläre Prüfungsstrategie für Modul B ohne nachzusehen. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus einem IT-Kundenauftrag.

Formelsammlung mit Musterrechnungen

In der Klausur zuerst die gesuchte Größe, dann die Formel und anschließend Einheiten notieren. So lassen sich viele Flüchtigkeitsfehler vermeiden.

ThemaFormel / SchemaMini-Beispiel
Bit/Byte1 Byte = 8 Bit800 MB × 8 = 6.400 Mbit
Übertragungszeitt = Datenmenge / Datenrate6.400 Mbit / 100 Mbit/s = 64 s
Netto-DatenrateNetto = Brutto × Nutzungsgrad200 Mbit/s × 0,8 = 160 Mbit/s
EnergieE = P × t0,12 kW × 8 h = 0,96 kWh
EnergiekostenKosten = kWh × €/kWh217,8 kWh × 0,35 € = 76,23 €
USV-ScheinleistungS = P / cos φ480 W / 0,8 = 600 VA
BatterieenergieWh ≈ U × Ah × η24 V × 18 Ah × 0,8 = 345,6 Wh
USV-Laufzeitt = nutzbare Wh / Last W345,6 Wh / 240 W = 1,44 h
ZieleinkaufspreisLEP − Rabatt10.000 € − 10 % = 9.000 €
BareinkaufspreisZEP − Skonto9.000 € − 2 % = 8.820 €
BezugspreisBEP + Bezugskosten8.820 € + 250 € = 9.070 €
ZielverkaufspreisBVP / (1 − Skontosatz)9.800 € / 0,98 = 10.000 €
ListenverkaufspreisZVP / (1 − Rabattsatz)10.000 € / 0,90 = 11.111,11 €
DeckungsbeitragDB = Erlös − variable Kosten12.000 € − 8.000 € = 4.000 €
AbweichungIst − Soll9.500 € − 9.000 € = +500 € Mehrkosten
NutzwertΣ(Gewicht × Punkte)0,40×8 + 0,35×9 + 0,25×6 = 7,85

Prozentrechnung: der wichtigste Unterschied

Normaler Abzug: Rabatt auf den Listeneinkaufspreis: 10.000 € × 10 % = 1.000 €; Rest 9.000 €.

Im Hundert: Wenn nach 2 % Kundenskonto 9.800 € übrig bleiben sollen, sind 9.800 € = 98 %. Ausgangswert = 9.800 / 0,98 = 10.000 €. Genau dieses Prinzip brauchst du bei der Verkaufskalkulation.

Typische Klausurfehler

Diese Fehler kosten leicht Punkte, obwohl das Grundthema verstanden wurde:

  1. Byte und Bit verwechseln oder Faktor 8 vergessen.
  2. MB/GB und MiB/GiB ohne Beachtung von 1000 vs. 1024 vermischen.
  3. Mit Brutto- statt vorgegebener Netto-Datenrate rechnen.
  4. Watt (Leistung) und kWh (Energie) gleichsetzen.
  5. Bei USV W und VA gleichsetzen oder Leistungsfaktor/Wirkungsgrad vergessen.
  6. Angebote anhand des Listenpreises statt des Bezugspreises vergleichen.
  7. Ein nicht erfülltes Muss-Kriterium durch eine hohe Nutzwertpunktzahl ausgleichen.
  8. Bei Kundenskonto und Kundenrabatt in der Vorwärtskalkulation einfach Prozent aufschlagen statt im Hundert zu rechnen.
  9. Deckungsbeitrag mit Gewinn verwechseln.
  10. Bei einem Mangel sofort Rücktritt verlangen, ohne die Rangfolge der Mängelrechte zu beachten.
  11. Beim Handelskauf die Untersuchungs- und Rügepflicht übersehen.
  12. Bei Lieferungsverzug Fälligkeit/Mahnung/festen Termin nicht sauber prüfen.
  13. DNS-, Gateway- und IP-Probleme anhand des Fehlerbilds nicht unterscheiden.
  14. Berechtigungen mit Administrator statt mit dem tatsächlichen Benutzerkonto testen.
  15. Backup als erledigt ansehen, ohne eine Testwiederherstellung durchzuführen.
  16. Test-, Übergabe- oder Abnahmeprotokoll erst nachträglich und unvollständig ausfüllen.

5-Schritt-Kontrolle bei Rechenaufgaben

1. Gegeben/Gesucht markieren. 2. Einheiten vereinheitlichen. 3. Formel aufschreiben. 4. Rechnen mit Zwischenschritten. 5. Ergebnis mit Einheit und Plausibilitätscheck.

6-Schritt-Kontrolle bei Fallaufgaben

1. Rolle und Ziel bestimmen. 2. relevante Fakten markieren. 3. Fachbegriff/Störung zuordnen. 4. Voraussetzungen prüfen. 5. Maßnahme/Recht in richtiger Reihenfolge. 6. Entscheidung begründen und dokumentieren.

Abkürzungen & Kurzbegriffe

APFSApple File System – Dateisystem von macOS
BIOSBasic Input Output System – klassische Firmware
CEEU-Konformitätskennzeichnung
CPUCentral Processing Unit – Hauptprozessor
DaaSDesktop as a Service
DDRDouble Data Rate – RAM-Generation/Technik
DIMMDesktop-RAM-Bauform
DINDeutsches Institut für Normung
DNSDomain Name System – Namensauflösung
ENEuropäische Norm
EPEATUmweltbewertung für IT-Produkte
ext4Linux-Dateisystem
FAT32älteres, breit kompatibles Dateisystem
GPTGUID Partition Table – modernes Partitionsschema
GSGeprüfte Sicherheit
HDDmagnetisches Festplattenlaufwerk
IPInternet Protocol
ISOInternational Organization for Standardization
kWhKilowattstunde – Energie
NTFSWindows-Dateisystem
NVMeProtokoll für schnelle nichtflüchtige Speicher
OEMOriginal Equipment Manufacturer; im Modul oft gerätegebundene Lizenz
RAMRandom Access Memory – Arbeitsspeicher
RoHSBeschränkung gefährlicher Stoffe
SaaSSoftware as a Service
SATADatenträgerschnittstelle
SO-DIMMkompakte RAM-Bauform
SSDSolid State Drive
TCOTotal Cost of Ownership; außerdem Name eines Zertifizierungsumfelds
TDPThermal Design Power – thermischer Planungskennwert
TPMTrusted Platform Module – Sicherheitsbaustein
UEFIUnified Extensible Firmware Interface
USBUniversal Serial Bus
USVUnterbrechungsfreie Stromversorgung
VAVoltampere – Scheinleistung
VESAu. a. Norm für Monitorhalterungen
VFDVoltage and Frequency Dependent – USV-Klasse
VFIVoltage and Frequency Independent – USV-Klasse
VIVoltage Independent – USV-Klasse
WWatt – Leistung
WEEERegelwerk/Umfeld für Elektro- und Elektronikaltgeräte

Selbsttest

Beantworte jede Frage ohne im Lernzettel nachzusehen.