Vorgehensmodelle der Softwareentwicklung

bfw · FIAE/FISI · Modul E · Interaktives Lernmodul · IHK AP2-Pflichtthema
Überblick – Drei Kategorien
IHK-Prüfungskatalog (ab AP2 Sommer 2025): Klassische Modelle (Wasserfall, V-Modell XT) und iterative Modelle (Spiralmodell) müssen unterschieden werden können.
Zeitstrahl – Entstehung der Modelle
Flip-Cards – Begriffe üben
Tipp: Karte anklicken zum Umdrehen. Tabs oben für jedes Modell in Detail.
Wasserfallmodell (Royce, 1970)
Das älteste und bekannteste Modell. Phasen laufen streng sequenziell ab – wie Wasser fließt Arbeit nur nach unten, nie zurück.
Phasen-Diagramm
✅ Vorteile
    ❌ Nachteile
      Einsatzgebiete
      ✔ Geeignet
        ✘ Nicht geeignet
          Modifiziertes Wasserfallmodell: In der Praxis wird meist das modifizierte Modell eingesetzt, das begrenzte Rückschritte zur vorherigen Phase erlaubt.
          IHK-Merksatz: Wasserfall = sequenziell, keine echte Iteration, Anforderungen vorab fixiert.
          V-Modell XT – Bundesstandard seit 2005
          Jeder Entwicklungsphase (links) entspricht eine korrespondierende Testphase (rechts). Kein nachgelagerter Test – parallele Qualitätssicherung.
          Das V-Diagramm
          Besonderheiten V-Modell XT
            Unterschied zu Wasserfall
              Einsatz
              Typische Einsatzgebiete
                IHK-Merksatz: V-Modell XT ≠ Wasserfall. Testphasen sind den Entwicklungsphasen direkt zugeordnet, nicht nachgelagert!
                Spiralmodell (Barry Boehm, 1988)
                Iterativ und risikogetrieben. Jede Spiralwindung durchläuft 4 Quadranten. Q2 (Risikobewertung) steuert jede Iteration – kein blindes Weiterarbeiten.
                Die 4 Quadranten (klicke auf einen Quadranten)
                Iterationen
                Vorteile
                  Nachteile
                    IHK-Merksatz: Spiralmodell = iterativ + risikogetrieben. Kernfrage jeder Iteration: Wie hoch ist das Risiko?
                    Agile Modelle & weitere Vorgehensmodelle
                    Klassisch vs. Agil – Direktvergleich
                    MerkmalKlassisch (Wasserfall/V-Modell)Agil (Scrum/Kanban)
                    AnforderungenVorab vollständig fixiertEvolving – ändern sich laufend
                    PlanungDetaillierter Gesamtplan vorabRolling Wave – Sprint-by-Sprint
                    DokumentationSehr umfangreich (Pflicht)Minimal, nur das Notwendige
                    LieferungAm ProjektendeKontinuierlich (jeder Sprint)
                    ÄnderungenTeuer und aufwändigErwünscht und eingeplant
                    Geeignet wenn…Stabile, klare AnforderungenUnklare, wechselnde Anforderungen
                    BeispielSteuerungssoftware, BundesbehördeWeb-App, Mobile App, Startups
                    Spektrum – formal bis leichtgewichtig
                    Sehr formal
                    V-Modell XT · Wasserfall
                    Formal/iterativ
                    Spiralmodell · RUP
                    Leichtgewichtig
                    Scrum · Kanban · XP
                    Vergleichstabelle – IHK-Übersicht
                    IHK-Pflicht: Wasserfall · V-Modell XT · Spiralmodell · Scrum · Kanban. Unterschied klassisch/iterativ/agil erklären und Einsatzgebiet begründen können!
                    Entscheidungs-Assistent – welches Modell passt?
                    Zuordnungsübung – Begriff zum Modell

                    Begriff / Aussage

                    Gehört zu…

                    IHK-Prüfungsquiz – Vorgehensmodelle
                    0 von 16 beantwortet
                    Sortierspiel – Phasen in die richtige Reihenfolge

                    Ziehe die Phasen in die richtige Reihenfolge: